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MdB Klaus Hagemann: Reichstag | Ihr direkt gewählter Abgeordneter des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Worms - Alzey - Oppenheim

Reichstag

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Reichstagsgebäude in BerlinKein anderes Gebäude in der Bundesrepublik weiß so beredt von der wechselvollen parlamentarischen Geschichte des Landes zu erzählen, wie der Berliner Reichstag. Als monumentaler Zeuge des deutschen Kaiserreichs, der ersten deutschen Demokratie, der Zerstörungen des Nationalsozialismus, des Wiederaufbaus und schließlich der Wiedervereinigung berichtet das Gebäude sowohl von den Wunden als auch von den Glücksmomenten deutscher Geschichte.

Der erste gesamtdeutsch gewählte Reichstag trat Ende März 1871 zusammen und forderte den Bau eines repräsentativen Gebäudes für das Parlament. 1884 kam es schließlich zur Grundsteinlegung des von dem Oppenheimer Architekten Paul Wallot entworfenen Reichstages. Im Jahre 1894 konnte das neue Gebäude schließlich feierlich eingeweiht und dem Parlament übergeben werden.

Bis zum Ende des Deutschen Kaiserreiches im Jahre 1918 beherbergte das Gebäude 397 Abgeordnete Am 9. November 1918 proklamierte der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann vom Balkon des Hauses aus die „Deutsche Republik". Kurz darauf rief Karl Liebknecht im Berliner Schloss die „Sozialistische Republik" aus.


Reichstagsgebäude in BerlinNach den „Novemberwirren", die auf das Ende des Ersten Weltkriegs folgten, wurde das Reichstagsgebäude Sitz des Parlaments der „Weimarer Republik". Am 27. Februar 1933 brannte der Berliner Reichstag. Der Holländer Marinus van der Lubbe wurde kurz nach dem Brand als Tatverdächtiger verhaftet. Zahlreiche Historiker sind jedoch der Auffassung, dass die Nazis das Parlamentsgebäude in Brand steckten und damit, nach der Machtergreifung Hitlers im Januar nun endgültig für jeden sichtbar, die Lunte an die deutsche Demokratie legten. Sinnbildlich für den Niedergang des Parlaments unter den Nationalsozialisten brannte das Gebäude völlig aus.

Nachdem das Haus nach den verheerenden Bombenangriffen des 2. Weltkriegs endgültig zerstört war, wurde es schließlich anlässlich des 100. Jahrestages des Zusammentretens des ersten Reichstages wieder aufgebaut. Schließlich wurde im Berlin-Beschluss 1991 festgelegt, dass der Reichstag zu Berlin erneut das Parlament des wiedervereinigten Deutschlands beherbergen solle.

Nach dem Umbau durch den britischen Architekten Sir Norman Foster, der dem Gebäude auf Wunsch der Abgeordneten wieder seine charakteristische Kuppel zurückgab, wurde der umgebaute Reichstag am 19. April 1999 feierlich eröffnet. „Wir wollen keine neue Ära, keine neue Republik," sagte der damalige Bundestagspräsident Thierse in seiner Eröffnungsrede und stellte den neuen alten Parlamentssitz von Anbeginn in die Kontinuität der deutschen Nachkriegsdemokratie.

Das Paul-Löbe-Haus

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Das Paul-Löbe-HausBenannt nach dem Sozialdemokraten, der als langjähriger Reichstagspräsident Mitglied des Parlamentarischen Rates war und im September 1949 in der konstituierenden Sitzung des Deutschen Bundestages als Alterspräsident die Eröffnungsrede hielt, ist das Gebäude eine der architektonischen Visitenkarten des Berliner Regierungsviertels, mitten im ehemaligen Niemandsland an der Mauer.
Hervorzuheben ist die regelmäßige Kammstruktur des Paul-Löbe-Hauses mit den nach Norden und Süden offenen Höfen. Die Rotunden, in denen die Ausschusssitzungssäle untergebracht sind, sind von außen einsehbar, symbolisch für die Transparenz dieser „Maschinenhalle" der deutschen Demokratie. Einen weiteren Beitrag zur angestrebten baulichen Offenheit leistet eine glasgedeckte achtgeschossige Halle, die den Gebäudekomplex von West nach Ost gliedert. Das Paul-Löbe-Haus dient vorrangig der Unterbringung von Funktionsbereichen, die für den reibungslosen Parlamentsbetrieb die Nähe zum Reichstagsgebäude erfordern. Hierzu zählen 550 Büros für 275 Abgeordnete, 19 Sitzungssäle und ca. 450 Büros der Ausschusssekretariate.

Das Marie-Elisabeth-Lüders Haus

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Das Marie-Elisabeth-Lüders HausDas nach der FDP-Politikerin benannte Marie-Elisabeth-Lüders Haus, das mit zwei Brücken über die Spree mit dem Paul-Löbe Haus verbunden ist und damit Ost und West mit diesem „Sprung über die Spree" auch architektonisch vereint, beherbergt die zentrale Parlamentsbibliothek, einen Anhörungssaal, Büros und Besprechungsräume sowie die Fachbereiche der wissenschaftlichen Dienste. Herzstück des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses ist die Bibliotheksrotunde. In Berlin findet nach Washington und Tokio die weltweit drittgrößte Parlamentsbibliothek ihr Domizil. Die nicht öffentliche Bibliothek enthält Nutzungsbereiche für Abgeordnete, Fraktionen und Mitarbeiter des Deutschen Bundestags einschließlich des sich über mehrere Ebenen staffelnden Lesesaals und Beratungsbereichs.
Im Mittelpunkt der Gesamtanlage ist der Spreeplatz angeordnet - ein attraktiver, öffentlicher Stadtraum, der von der Bibliotheksrotunde und dem Anhörungssaal gefasst wird. Weiter südlich führt eine repräsentative Freitreppe auf eine Terrasse, die der Öffentlichkeit einen spektakulären Blick auf das Reichstagsgebäude eröffnet. Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus soll an historisch authentischem Ort auch an den Verlauf der Mauer und seiner Opfer erinnern. Teile der Mauer wurden als Mahnmal nahe des Spreeplatzes in die Struktur des Gebäudes integriert.

Das Jakob-Kaiser-Haus

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Das Jakob-Kaiser-HausDer größte Neubau für den Bundestag liegt direkt an der einstigen Nahtstelle zwischen Ost und West. Der Namenspatron war einer der Väter des Grundgesetzes. Jakob Kaiser war Mitglied des Parlamentarischen Rates und trat als Bundesminister für Gesamtdeutsche Fragen in den 50er Jahren für ein vereintes Deutschland ein. Kaiser war als christlicher Gewerkschaftsführer im Widerstand gegen Hitler aktiv.
Durch zwei Brücken über die Dorotheenstraße und unterirdische Passagen sind die Einzelhäuser des Gebäudekomplexes untereinander und mit dem Reichstagsgebäude verbunden. Das Jakob-Kaiser-Haus bietet Platz für 2.000 Räume, in denen 314 Abgeordnete mit ca. 717 Mitarbeitern ihrer politischen Arbeit nachgehen. Weiterhin sind darin 730 Fraktionsangestellte und 74 Mitarbeiter der Bundesverwaltung untergebracht.

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